Erfahrungsbericht Campingplatz Zeeburg Amsterdam

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Wir sind über das verlängerte Wochenende an Fronleichnam nach Amsterdam gefahren. Da wir möglichst günstig in Amsterdam übernachten wollten, sind wir zum Campingplatz Zeeburg gefahren. Dieser ist etwas außerhalb aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man schnell in der Innenstadt.

Angekommen sind wir am Donnerstag gegen 14 Uhr und haben erstmal außerhalb des Platzes geparkt. Der Andrang an der Rezeption war relativ groß und es standen draußen schon einige Wohnmobile in einer Warteschlange. Wir buchten drei Nächte von Donnerstag bis Sonntag. Für zwei Personen inklusive Zelt und Auto kostet uns das ganze 70€. Zusätzlich haben wir gleich 6 Duschmünzen für knapp 6€ gekauft. Die Buchung haben wir in Englisch getätigt, da die meisten Gäste mit der Rezeption auf Englisch sprachen. Man kann jedoch auch auf Deutsch buchen. Wir bekamen eine Platzkarte für unser Zelt und einen Parkausweis für unser Auto. Das Zelt sollten wir auf dem blauen Campinggrund aufbauen. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, haben wir uns einen Platz fürs Zelt gesucht. Hier hat man die freie Auswahl und darf sich irgendwo zwischen die anderen Zelte stellen. Man sollte natürlich etwas Abstand zu den anderen Zelten lassen.

Reservierung

Einen Platz für ein Zelt kann man nicht reservieren, aber so lange man ohne Auto anreist, stellt dies kein Problem dar. Im Sommer kann es zu den Hochzeiten Probleme mit den Parkplätzen geben. Falls man mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil anreist, sollte man den Platz vorher buchen. Es sind auf jeden Fall einige Plätze vorhanden.

Allgemeines zum Campingplatz

Der Campingplatz ist schon sehr skuril und vor allem bunt. Alle Gebäude sind farbenfroh angemalt und die mietbaren Wagonettes strahlen ebenfalls in vielen Farben. In der Rezeption, die gleichzeitig einen kleinen Supermarkt beinhaltet, läuft den ganzen Tag Reggae oder andere "sanfte" Musik. Im Supermarkt kann man das Nötigste einkaufen und es gibt morgens frische Brötchen. Die Preise sind etwas höher als in einem normalen Supermarkt.

Es gibt mehrere Zeltwiesen und viele Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile. Falls man weder mit dem Wohnwagen noch mit dem Zelt anreist hat man die Möglichkeit ein kleines Apartment oder einen der bunten Wagen anzumieten.

Auf dem Campingplatz gibt es einen kleinen Spielplatz der aber selbst für Kleinkinder sehr schnell langweilig wird. Direkt am Wasser ist ein kleiner Sandstrand auf den man sich legen kann. Mit klein meine ich, dass sich dort höchstens 15 Leute ausbreiten können. Was auf dem Campingplatz etwas überraschend war ist das kleine Ziegen- Hühnergehege. Dort waren ein paar Ziegen die sich streicheln ließen.

Services auf dem Campingplatz

Neben dem kleinen Supermarkt gibt es noch eine Bar in der man Fussball schauen oder einfach nur ein Bier genießen kann. Es gibt eine Kochstelle mit vier Herdplatten die Ihr ebenfalls kostenlos nutzen könnt. Nach einigen "Köchen" ist das ganze allerdings schon derbe eingesaut. Auf die Sauberkeit achten die meisten leider nicht. Wenn Ihr dort kocht könnt Ihr euch ein paar Kräuter und Gewürze von dem kostenlosen Kräuterbeet abschneiden.

Falls Ihr Amsterdam mit dem Fahrrad erkunden wollt könnt Ihr Euch für 11,50€ am Tag ein Fahrrad ausleihen. Seid Ihr etwas mutiger könnt Ihr Euch auch ein Kanu für 10€ am Tag ausleihen.

Sanitäranlagen

Auf dem Campingplatz gibt es mehrere Möglichkeiten um zu Duschen und auf die Toilette zu gehen. Die Waschhäuser sind zwar nicht besonders komfortabel, aber sie waren stets sauber.

Die Duschen sind leider nicht sehr komfortabel. In den Kabinen ist nur wenig Platz und kaum Ablagefläche für Wechselwäsche. Die fehlende Regulierbarkeit der Duschen ist ebenfalls ein fetter Minuspunkt. Man hat weder die Möglichkeit die Wärme zu regulieren noch die Dusche auszustellen. Dies ist wirklich doof, da man mit einer Duschmarke 6 Minuten duschen kann und das Wasser während man sich einseift fröhlich weiterläuft. Ich habe zwei mal auf dem Platz geduscht und einmal schwankte die Temperatur von kalt bis lauwarm und einmal war das Wasser einfach zu heiß. Was ebenfalls nervt ist der Wasserdruck bei den Duschen. Das Wasser kommt wie aus einer Gieskanne aus dem Duschkopf. Es tröpfelt eher und man muss sich fast die Seife vom Körper abwischen statt abzuduschen.

Sonstiges zum Campingplatz

Viele wollen sicher auch das eine oder andere Tütchen in Amsterdam rauchen. In Amsterdam selbst ist es in allen Coffeeshops erlaubt. Auf dem Campingplatz ist es offenbar ebenfalls nicht verboten einen zu rauchen. In allen möglichen Bereichen des Platzes sieht man Leute mit einem Joint sitzen. Bier und andere alkoholische Getränke könnt Ihr auch zu Euch nehmen.

Oberhalb des Campingplatzes ist eine etwas größere Straße. Wir hatten leider das Pech, dass in unserer ersten Nacht Brückenarbeiten durchgeführt wurden. Viel Schlaf war aufgrund des Lärms leider nicht drin. Die zweite Nacht war allerdings völlig ruhig und auch die anderen Camper haben sich an die Nachtruhe gehalten.

Fazit

Wer günstig in Amsterdam unterkommen möchte ist mit dem Campingplatz Zeeburg auf der richtigen Seite. Vom Platz bis in die Stadt braucht Ihr nur knappe 20-30 Minuten und kommt auch nachts mit einem Nachtbus wieder zurück. Bis auf die Duschen fand ich den Campingplatz super. Die kostenlosen Angebote sind gut und die Leute nett und hilfsbereit. Falls ich nochmal nach Amsterdam fahren sollte, könnte ich mir vorstellen nochmal dort zu nächtigen.

Wart Ihr auch schonmal auf dem Platz oder auf einem der anderen Campingplätze in Amsterdam? Schreibts mir...

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